Aktuelle Zeitthemen und kurze Statements zu politischen
Gegebenheiten aus ethischer Perspektive.

Die Demokratie

Wer wollte schon etwas gegen die Demokratie
und Volksherrschaft sagen? Sie ist es, die heute den
Menschen ein hohes Maß an Freiheiten, Bildungsmöglichkeit und Wohlstand ermöglicht. Die Demokratie ist die beste
Gesellschaftsform, die der Mensch heute kennt, und doch muss ich eindringlich davor warnen, die Volksherrschaft über den ethischen Wert zu stellen.
Im Namen der Demokratie wird nach wie vor gefoltert und gemordet. Es gibt Kriege und Machtbestrebungen, die zwar demokratisch abgesichert, aber deshalb noch lange nicht ethisch richtig sind. Ethik ist der Wert, auf dem unser aller Handlungsspielraum basieren müsste. Ethik ist das Bindeglied zwischen unseren ethnischen und kulturellen Unterschieden. Echte Demokratie wäre dann die Folge von ethisch handelnden Menschen, aber eben niemals eine oberflächliche Gesellschaftsform, die ihren eigenen Maßstab, also den der Mehrheit, für Recht erklärt. Majorität statt Wahrheit wäre demnach Recht!? Warum Ethik und Recht überhaupt miteinander verwoben sind, möchte ich kurz erläutern. Die Grundfragen des Menschen sind: Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was soll oder darf ich als Mensch tun? Was kann ich hoffen? Auch ohne Glaube an Gott und die Sinnhaftigkeit der menschlichen und seelischen Existenz sind solche Fragen aus allen Kulturen bekannt. Sie haben mit den Empfindungen und dem Gewissen als Handlungsfolge zu tun. Genau genommen mit dem elementaren Gefühl für Liebe und Gerechtigkeit. Die Frage danach, was ich als Mensch soll oder tun darf, beinhaltet natürlich diese Wahrnehmung von „rechtem Handeln“ im ethischen Sinne. In diesem Punkt ist der Mensch ursächlich nicht frei und unterliegt Gesetzmäßigkeiten, die Handlung und Empfindung durch Ursache und Wirkung verbindet. Zu dieser Empfindung der Kindheit gehört natürlich die Liebe, die Angst (Verlustangst) und die Wahrnehmung für Unrecht am eigenen Dasein. Erst später dann folgt die Prägung durch die Familie die Schule und die Umweltfaktoren bis hin zum politischen, kulturellen und religiösen Weltbild. Aus dem Ethos wird Moral, und das Gewissen unterwirft sich zwangsläufig soziologischen Prägungen und Verhaltensmustern. Bedauerlicherweise erkennt man unter der Haut des geprägten Menschen den eigentlichen Menschen oft nicht wieder. Gehen doch die Ansprüche zwischen Rechtschaffenheit und Wirklichkeit oft genug diametral auseinander. So muss ich an dieser Stelle nicht auf die Geschändeten und Leidenden der Welt eingehen, sondern möchte nur verdeutlichen, dass der normale erwachsene Mensch oft ein geprägter Mensch ist, der sein eigenes Gewissen und Gefühl schlicht nicht mehr wirklich kennt. In welcher Staatsform wir uns nun auch befinden, gesellschaftliche Entscheidungen, die durch Menschen gefällt werden, die diese Prägungen infrage stellen, werden den Mensch fehlleiten, weil sie ihm nicht gerecht werden. Das wird sich auch durch die Demokratie nicht verändern. Das heißt, die Demokratie ist mit Sicherheit kein Heilmittel für irgendetwas, sie ist kein Maßstab und kein Vorbild und sie darf niemals als Phrase für „Recht“ herhalten, denn es wird keinen Ersatz für unsere individuellen Gewissensentscheidungen geben. Ethik und ihre Erkenntnisse sind es, die den Menschen weiterbringen können. Ethik und psychologisch folgerichtige Schlüsse sind das, worauf wir hoffen sollten, um Frieden zu finden.

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Terrorismus

Terror ist aus ethischer Sicht der letzte Hilfeschrei frustrierter, enttäuschter Menschen, die aus pseudoreligiösen oder ideologischen Gesichtspunkten heraus handeln.
Terror ist die Antwort und nicht die Ursache für die seelischen
Probleme des Individuums, das sich durch sein Handeln die vermisste seelische Anerkennung seiner Umwelt und/oder (Er)Lösung von seinen Ängsten sucht. Aus ethischer Sicht ist dissoziales Verhalten also die (psycho)logische Folge für unbefriedigte seelische Bedürfnisse. Diese gilt es zunächst zu erkennen und zu verstehen, um ihnen entgegenzuwirken. Gehen wir also davon aus, dass der Mensch als liebesfähiges Lebewesen geboren wird, in sich nicht bösartig ist, sondern so wird, weil er ein reaktives Dasein statt eines erfüllten Menschseins erlebt. So braucht der Terrorist so etwas wie eine Lebensnachhilfe. Allerdings taugt hier ein rein westlich geprägtes moralisierendes Lebensverständnis überhaupt nicht. Das Gegenteil ist sogar häufig der Fall, weil der „Westen“ den moralischen Lebensansatz z.B. der Muslime nicht begreift, obwohl gerade bei diesen oft viel Ethos mitwirkt. Es würde den Rahmen dieser Webseite sprengen, wenn ich hierauf genauer eingehen würde, aber aus ethischer Sicht hat der Westen mindestens genau so viele individuelle Entwicklungsprobleme wie der Rest der Welt, nur drücken andere Kulturen sich vollkommen anders aus. Aber Würde und Frieden im individuellen Dasein zu finden ist hier, in der westlich geprägten Kultur, auch nicht jedem in die Wiege gelegt und vermutlich in anderen Religionen genauso oft gewünscht wie im Christentum – wenn es auch noch lange nicht überall gelebt wird.

 

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Arm und Reich

Aus ethischer Sicht ist das Problem zwischen Arm und Reich zunächst einmal gar keins. Der bloße Besitz sagt schlicht gar nichts über den Menschen aus und man wird auch dem Armen gegenüber nicht gerecht, wollte man ihn auf seine Mittellosigkeit reduzieren. Zum Problem wird diese Diskrepanz an Gütern erst dann, wenn der eine dem anderen sagt, was er zu tun und zu lassen hat, und wenn die Fremdbestimmung durch das Geld zum Problem wird. Arm ist oft der Mensch, der seine Bedürfnisse nicht kennt, und das ist bei materialistisch orientierten Menschen beinahe zwangsläufig der Fall. Ethos zu finden ist deshalb niemals ein oberflächlicher Auftrag, der sich an Gütern festmacht. Die Überwindung von Missgunst, Neid und Oberflächlichkeit ist ein ethisches Ziel, das sowohl Arme wie Reiche betrifft.

 

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Die Weltwirtschaftskrise                                                      16.02.2009

Die Wirtschaftskrise stellt die großen und kleinen Staaten dieser Welt vor ein sehr ungewohntes Problem. Marktwirtschaftliche Prinzipien, deren Richtigkeit über Jahrzehnte gegolten hat, funktionieren einfach nicht mehr, und das Geld wird knapp (Kreditklemme). Große Banken sind derart angeschlagen, dass der Geldfluss ins Stocken gerät und damit der Bürger aus seinem Wolkenkuckucksheim gerissen wird. Die Illusionen von gesicherter Zukunft durch Renten und Versicherungen schwinden dahin. War der Banker bis dahin ein geachteter Mann, so müssen wir uns allmählich fragen, ob unser politisches Wirtschaftsdenken nicht die Folge von (Selbst-)Betrug und Desinformationen ist. Aber hilft diese späte Einsicht überhaupt?
Zunächst muss man klipp und klar feststellen, dass nicht etwa die Pleite der US-Bank Lehman Brothers allein in diese Krise geführt hat. Möglich ist der Verfall des weltweiten Finanzmarktes vor allem deshalb, weil er überall in den gleichen Ursachenzusammenhängen funktionierte: Renditesucht und Expansionsdrang. Statt maßvollen ethischen Handelns ist das Geldmachen als Selbstzweck die Triebfeder der Wirtschafts- und Börsenwelt. Blinde Wachstumsideologie mit dem Hang zur Grandiosität führt zum Kollaps, und wer dieses Wirtschaftsziel so nicht infrage stellt, dem müssten Lösungsversuche der Wirtschaftskrise verwehrt sein. Der Ruf nach dem Staat und Enteignungen sowie Abwrackprämien und anderen protektionistischen Maßnahmen wird das Geld immer nur in das gleiche kranke System fließen lassen, und dort wird es nach den bekannten Mechanismen versickern. Ich halte es für eine unumgängliche psychologische Zwangsläufigkeit, dass die jetzt gezahlten und gebürgten Steuermilliarden auch immer noch in Bonuszahlungen und Vorstandsgehälter fließen, statt dem Sparer und Häuslebauer zu nützen. Selbst dann, wenn es natürlich politische Bestrebungen geben wird, das zu verhindern. Der Ideologie und dem anerzogenen Verhalten gehorchend, ist es ja leicht nachvollziehbar, dass Menschen, die in Deutschland und den USA groß geworden sind und dem Geld dienten und dafür Anerkennung und Positionen bekamen, nicht gleich davon lassen können, nur weil sie anfangen, Arbeitslose und Leid zu produzieren. Ich behaupte, die meisten Manager können nur das, was sie gelernt haben, und solange es politisch gewollt ist, Geld als Selbstzweck zu verdienen, werden sie sich in ihrer Position auch nicht selbst infrage stellen.Helfen würde da nur ein grundlegend neues, ethisch richtiges Verständnis des Menschseins. Der Ruf nach dem Staat ist dabei auch nicht hilfreich, denn Staatsbanken funktionierten ja exakt nach dem gleichen Prinzip wie die freien Banken. Die West LB die Bayrische Landesbank und viele andere haben Milliarden verzockt und sind nicht wegen des schönen Wetters in Steueroasen zu finden, sondern weil man dem Selbstzweck frönte. Aus ethischer Sicht brauchen wir eben vor allem mehr Verantwortung und die offene Auseinandersetzung mit den vernachlässigten moralischen Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft, die nur so gut sein kann, wie die Menschen, die darin leben und sie gestalten. Auch wenn es im Moment nicht danach aussieht, als würde es eine derartige Umwälzung in unserem Denken geben, so muss man doch darauf hinweisen, das alle Hochkulturen der Menschheitsgeschichte vor allem aus einem Grund untergingen - sie waren nicht lernfähig genug. Jetzt am Anfang des 21 Jahrhundert haben wir wieder eine Zeitenwende nötig, um die Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zu bewältigen und unseren Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. Es wird eine Abkehr von parteipolitischen Querelen sein müssen, hin zu einer ethisch-moralisch denkenden Gesellschaft, in der ein sensibler Mensch etwas gilt und der Wert sich aus der positiven Lebenswahrnehmung ableitet statt aus dem Portemonnaie. Wichtig ist dabei, dass wir nicht politische Ideologien verfolgen und auch ganz sicher nicht an den guten Menschen im sozialen Abseits glauben, sondern dass wir uns und unseren Kindern menschliche Werte zugestehen und diese anerkennen. Wichtig wird sein, dass wir uns die Zeit nehmen, umzudenken, und dass wir bereit sind, unsere Fehler schonungslos aufzudecken, ohne dabei zu beschönigen. Allerdings darf dabei nicht übersehen werden, dass die meisten Menschen auf dieser Welt von der expansiven Dynamik des Weltfinanzmarktes getrieben werden. Angefangen von den Boden- und Immobilienpreisen bis hin zum Steuerhunger des Staates können die sozial unteren Schichten ihrem Schicksal kaum entrinnen, wenn sie dem Markt nicht gehorchen. Ein Wandel in den Geltungskriterien und der Schaffenskraft unserer Arbeit vollzieht sich deshalb durch und mit dem demokratischem Staat und nicht etwa gegen ihn.

Sozialethik                                                                                 12.02.2010

Die augenblicklichen Gesellschaftskonflikte stellen sich zunehmen in polarisierenden Denkmustern dar die es aus meiner Sicht zu überwinden gilt.

Wenn diese Gesellschaftliche Zustandsbeschreibung keine geistig politische Wende erfährt und wir es in der Zivilisation nicht hin bekommen die Vernunft zu Definieren und die Notwendigkeit erkennen, elementare menschliche Daseinsfragen zu beantworten schlittern wir und unsere Kinder auf Katastrophen zu die niemand von uns gutheißen kann.
Auch nicht diejenigen die Oben sind, die Jungen Arbeitenden und Wohlhalbendenden. Die zunehmende Spaltung der polaren Gruppen führt zu dem Paradox das das Individuum kaum noch die Möglichkeit findet Individualität zu leben sondern nur noch in der Gruppe Zuflucht und Zuspruch findet.
Klüngel und Klientel politisches Verhalten führt dann zwangsläufig zu einem Druck von Oben nach Unten und von zumeist finanziell Starken gegen Schwache. Allerdings ist anzunehmen das die psychischen Gegenreaktionen durch bewussten und unbewussten Protest sich in militanten Bewegungen, Subkulturen und oder bloßer Verweigerung niederschlägt. Psychische Krankheiten, Terror und Gewalt sind dann die Psychologische Folgeerscheinungen einer Gesellschaftsform in der von Oben nach Unten getreten und diktiert wird. Unglücklicher Weise sind derartige Verhaltensmechanismen nicht nur auf Volksgruppen oder soziale Schichten zu übertragen sondern findet sich besonders dort wo Individuelle Unausgeglichenheit und seelische Frustration vorherrscht. Zu Erkennen gilt es vor allem das der Gebildete jung dynamische Politiker der sich ganz Oben wähnt, unter Umständen sehr viel mehr seelischen Ballast mit sich herum trägt als der in „Armut“ lebende Altenpfleger. Wesentlicher für sozial adäquates Denken und Verhalten als der Beruf ist Individuelles Glücksempfinden. Auf den Punkt gebracht kann man sagen das ein Mensch der Glücklich ist, seinem Empfinden entsprechend sich nicht dadurch Profilieren will das er anderen Menschen etwas vorenthält sondern er wird Versuchen sein Glück zu multiplizieren. Der Leitgedanke wird dann der damit verbundene Ethos sein und zwar unabhängig von seiner Tätigkeit.
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Mensch der keiner Moral und keinen ethischen Grundsätzen folgt charakteristisch Gefährlich zumal dann wenn er sich in leitenden Positionen befindet.
Wer sich zum Beispiel als politischer Interessenvertreter einer Klientel versteht, ist zwangsläufig eine Brisante Mischung aus egozentrischem Wahn und strategischem Charakter aber ganz sicher niemals ein Heilender Geist der Probleme löst und die Menschen im Land zu mehr Verständnis füreinander bringt. Eine solche Notwendigkeit würde er als Sozialismus oder Ideologie Brandmarken weil er den gelebten Unfriede der polarisierenden Gesellschaft nicht wahrnimmt beziehungsweise für „normal“ hält. Ein solcher Mensch hat aus psychologischer Sicht ein Weltbild das sich an der „Norm“ in Abwesenheit von Liebe Glück und Hoffnung orientiert. Der fehlende seelische Moment, sein eigener, bestimmt das Denken und die Argumentation verliert sich zwangsläufig in der Polarität weil der eigene Standpunkt sich mit dem zu bekämpfenden Gegenpol verfestigt. Politik wird so verstanden zum Gegenteil dessen was es sein sollte. Gesamtgesellschaftliche Verwaltung im Interesse aller, was natürlich bedeutet das ein Miteinander und nicht Gegeneinander stattfinden muss.

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Weitere Themen folgen demnächst.

 

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Individuation schafft Bewusstsein umd bringt Erkenntnis